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Pausen – ein wichtiger Baustein für ein pferdegerechtes und effizientes Training

Während des Trainings versuchen wir oft dem Pferd möglichst viel Input zu geben, um in der begrenzten Zeit das Maximum herauszuholen. Aber ist das wirklich effizient? Je länger ich mit Pferden (oder seit zwei Jahren müsste ich wohl Equiden sagen...) arbeite, desto mehr wird mir der Wert der Pausen bewusst.

Das Pferd lernt in dem Moment in dem wir die Einwirkung stoppen und es «in Ruhe lassen». Fast so, als ob es dann ein Foto von der Situation schiessen und in einer Galerie im Hirn abspeichern würde. Und zwar speichern sie ihre letzte «Tat» vor der Pause als der Schlüssel zu ersehnten Entspannung ab. Dazu muss man wissen, dass Equiden immer nach Entspannung suchen, sehr einfach gesagt. Dem Pferd bei gewünschtem Verhalten sofort eine Pause zu gönnen ist demnach eine pferdeschonende und äusserst effiziente Art sein Pferd oder Muli zu trainieren. Entscheidend ist aber, dass die Pause wirklich nach der gewünschten Reaktion erfolgt und nicht etwa aus Versehen nach einer Aktion die wir eigentlich nicht wollen. Denn Pferde lernen mit Pausen wie gesagt sehr effizient. Auch unerwünschtes Verhalten. Sie speichern völlig wertneutral das Foto in ihrer Galerie im Hirn ab. Von dem Verhalten für das es eine Pause gekriegt hat wird es uns mehr anbieten.

Und übrigens: In der Zeit in der das Pferd pausiert, sollten wir selber nicht faulenzen sondern die Zeit nutzen unser Pferd oder Mulisehr genau zu beobachten. Seine feinen Körpersignale zeigen uns wann es zur Ruhe kommt und sich entspannt. Dann es wieder bereit für neue Aufgaben.

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